Der Aufstieg der Apps – und das in Deutschland

Deutschland ist in Bezug auf die digitale Infrastruktur definitiv ein Entwicklungsland. Es wird zwar viel geredet, aber mehr als die Idee einer App, die Funklöcher melden soll (wie man das im Funkloch machen soll, ist eine ganz eigene Frage), kommt dabei selten rum.

Der Verbraucher zahlt die Zeche

Das Breitband Netz ist eigentlich nur in Ballungsräumen schnell. Auf in ländlichen Gegend muss man sich mit Internetgeschwindigkeiten aus der ISDN Steinzeit begnügen. Und mobiles Internet ist in Deutschland extrem teuer, weil die Provider noch immer ihre Millarden aus den UMTS Lizenz Versteigerungen wieder rein holen wollen. Die Zeche dieses Wahnsinns zahlt wie immer der Verbraucher.

Hinzu kommt, dass auch die mobile Versorgung (funk-)löchrig ist, wie ein Schweizer Käse. Hier in der der Nähe gibt es den Ort Dietenhausen. Dort wird gerade “gefeiert”, dass es demächst dort möglich sein wird mobil zu telefonieren. Bislang ist dort nämlich ein riesengroßes Funkloch, was die Nutzung von Handys nahezu unmöglich macht.

Betrachtet man die noch immer diese wirklich miese Ausgangslage, dann ist es eigentlich schon verwunderlich, dass Smartphones und ihre mobilen Anwendungen (Apps) auch in Deutschland ein so durschlagender Erfolg sind. Viele dieser Apps haben sich sogar im Alltage vieler Menschen als unverzichtbare Tools etabliert. Sei es zum Managen von Terminen, als Reisehelfer oder auch unterhaltsame Spiele-Apps sind in allen erdenklichen Formen zu finden. Der Markt hat hier ein so großes Potenzial, dass der Bezahldienst Paypal sogar eine Werbekampagne mit animierten Comicstrips startete, um die Wichtigkeit des Bezahlens in der Onlinewelt zu betonen.

Bedeutung mobiler Anwendungen

Der Motor der Entwicklung war hier wie so oft, das Spielen. Auf älteren Handys der Anfangszeit spielte man noch Games wie Snake. Aber mit der Zeit wurden Handys bzw Smartphones immer leistungsfähiger und somit die Games auch immer besser und aufwendiger. Vor allem auch in technischer Hinsicht. Die Nutzer spielen halt gerne. Dementsprechend sind die einschlägigen App Stores voll mit Spielen unterschiedlicher Art. Fast jeder Nutzer hat wenigstens ein Game installiert. Und wer ein Game nicht installieren möchte, zockt ein Browsergame, wie sie z.B. auf microgaming-freispiele.de in Hülle und Fülle aufgelistet sind.

WhatsApp trotzdem ganz vorne

Diese Fülle an angebotenen Games für natürlich dazu, dass es das eine Game, welches die beliebtesten Apps anführt, nicht gibt. In Deutschland sind es vielmehr Social-Media-Apps wie WhatsApp oder Messenger, die zu den beliebtesten Apps des Landes. Allerdings sind diese Dienste bei weiten nicht alles.

So ersetzt das Smartphone bei vielen schon längst den Computer komplett. Mit der Folge, dass mittlerweile 50% aller Interneteinkäufe mittlerweile über ein mobiles Gerät erfolgen. Zum Vergleich: 2014 waren es nur 20%.

Man könnte nun also vermuten, dass sich die unterschiedlichen Unternehmen sehr darum bemühen auch auf mobilen Geräten ausreichend präsent zu sein. Sei es per App oder zumindest über eine mobil-optimierte Webseite. Allerdings wird diese Chance von vielen Unternehmen schlicht und ergreifend vertan. So verfügten in den USA im Jahr 2016 40% der kleinen Unternehmen über keine mobile Präsenz. Hier ist also noch deutlich Luft nach oben

Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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