Welche Robotertyp passt am besten?

Die kollaborierenden Leichtbauroboter – gerne auch als „Cobots“ oder „Leichtbauroboter” bezeichnet – unterstützen bei der Automatisierung, sind aber auch flexibel einsetzbar. Cobots wurden dazu entwickelt, um direkt mit dem Menschen zusammenzuarbeiten. Daraus hat sich die sogenannte Mensch-Roboter-Kollaboration (oder kurz MRK) entwickelt. Das „K“ aus der Abkürzung kann dabei für drei verschiedene Arten der Zusammenarbeit stehen – Kollaboration, Koordination und Kombination. Alle drei Versionen bezeichnen die Darlegung der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine, wobei keinerlei Schutzzäune vorhanden sind. Außerdem haben sie die Aufgabe, die Menschen bei der Arbeit nicht zu gefährden.

Ein klassischer Industrieroboter hingegen kam bereits in den 1950er-Jahren auf den Markt. Anders als die Cobots handelt es sich hierbei um hochspezialisierte Geräte, die aufgrund des immer gleichen Grundkonzepts die Arbeitskraft der Menschen ersetzt. Zumeist übernehmen sie Tätigkeiten, die aufgrund der körperlichen Leistungsfähigkeit nicht möglich sind. Bei ihnen geht es vielmehr um die Erzielung einer exzessiven Traglast, einer hohen Geschwindigkeit oder einer extremen Präzision, die durch menschliche Leistung nicht machbar wären. Um die Menschen nicht zu gefährden, werden die klassischen Industrieroboter jedoch abgesichert, um Verletzungen oder Unfälle im Umgang mit den Robotern zu vermeiden.

Um für das eigene Unternehmen den richtigen Robotertypen auswählen zu können, sollte zunächst einmal überprüft werden, wie hoch die finanziellen Rücklagen sind. Während Industrieroboter zumeist teuer sind, können aber auch Mittelständler und Kleinunternehmen von den Vorteilen der Automatisierung profitieren, wenn sie Cobots einsetzen. Gleichzeitig müssen die Fragen zur Vielfalt der Nutzung, dem verfügbaren Raum und den jeweiligen Taktzeiten sowie die Kenntnisse bezüglich der Programmierung beantwortet werden. Denn auch diese Faktoren spielen bei der Auswahl des richtigen Gerätes eine maßgebliche Rolle, denn sie helfen, die Produktion in vielerlei Hinsicht zu optimieren.

Bei welchen Tätigkeiten unterstützt ein Cobot?

Während die Industrieroboter seit längerem aus der Automobilindustrie bekannt sind, sind sie genauso gefährlich. Sie spulen ihr Produktionsprogramm automatisch ab und nehmen dabei auf ihr Umfeld keine Rücksicht. Daher müssen die Geräte unbedingt gesichert werden, um Verletzungen der Mitarbeiter zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass keine Unfälle passieren können.

Doch es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, warum der nächste Industrieroboter in der Fertigungshalle ein Cobot sein sollte. Um zu verdeutlichen, von welchen Vorteilen die Nutzer profitieren, sollen die wichtigsten fünf einmal genauer aufgezählt werden:

  1. Schnelle Einrichtung des Cobots

Schon kurz nach der Lieferung des Cobots muss das intelligente Gerät einsatzbereit sein, sodass die Arbeitnehmer mit der Arbeit beginnen können. Für kleine und mittelständische Unternehmen bedeutet dies, dass Lösungen der Automatisierung innerhalb kurzer Zeit entwickelt werden können.

  1. Keinerlei technische Vorkenntnisse

Kleine Unternehmen und Mittelständler greifen selten auf einen Programmierer zurück, da es ihnen zu teuer ist. Doch die modernen Cobots von heute sind intuitiv zu handhaben und können mithilfe weniger Arbeitsschritte programmiert werden.

  1. Sicher, praktisch und auf engstem Raum nutzbar

Während die klassischen Industrieroboter mit einer Umhausung aufgestellt werden, ist mehr Platz nötig. Bei kleineren Unternehmen, denen dieser Platz nicht zur Verfügung steht, müssen schon aus Rücksicht auf Platzmangel auf den Cobot zurückgreifen.

  1. Cobots sorgen für flexible Einsatzmöglichkeiten

Die Cobots lassen sich flexibel und für unterschiedliche Tätigkeiten nutzen. Sie können sogar an einem anderen Ort mit ihrer Arbeit fortsetzen, ohne dass sie ihre Arbeitsumgebung wechseln müssen.

Abgesehen davon besteht lediglich eine kurze Amortisationszeit, da sich die Investition in einen Cobot sich auch mit anderen Pluspunkten der Automatisierung – beispielsweise fehlenden Kosten aufgrund der individuellen Programmierung – wegfällt. Grundsätzlich besteht hier lediglich eine Länge der Amortisation von durchschnittlich 195 Tagen, sodass die Nutzung von Cobots auch für kleine und mittelständische Unternehmen bezahlbar ist.

Wodurch entwickeln sich Roboter weiter?

Neben den oben genannten Punkten helfen auch die folgenden Aspekte, um den Einsatz von Robotern einfacher und hilfreicher zu gestalten. Aufgrund der technik-gesteuerten Trends im Einsatz von Cobots in der Fertigung, im Lager, aber auch in der Montage, übernehmen Cobots viele Tätigkeiten und übernehmen dadurch Arbeiten, die die Arbeit des Menschen schwierig machen und für den Mitarbeiter eine ergonomische Belastung darstellt.

Der Weltverband der Roboter – die „International Federation of Robotics“ – hat herausgefunden, dass in den Jahren zwischen 2020 und 2022 insgesamt zwei Millionen an neuen Robotern in der Produktion aufgebaut werden. Dadurch wird es den Unternehmen – ganz unabhängig von der Größe des Unternehmens – möglich, flexibel auf neue Marktanforderungen zu reagieren und neue Lösungen bezüglich der Automatisierung umzusetzen.

Bild: Symbolbild

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