Wie setze ich meine Fotos im Web in Szene

Keine Frage: Fotografieren ist ein tolles Hobby. Ganz gleich ob man eher coole Motive per Schnappschuss ablichtet oder eher zu aufwendigen und  spektakulären Bildkompostionen neigt, das eine oder andere tolle und beeindruckende Bild kommt dabei ganz sicher heraus. Aber die wenigsten Fotografen machen solche Bilder für sich alleine. Natürlich und vollkommen selbstverständlich möchte man seine Bilder auch anderen zeigen und vielleicht auch ein wenig Bewunderung und Lob “einheimsen”.

Früher funktionierte das meist nur über ein Fotoalbum, in welches man seine besten Bilder eingeklebt hatte. Oder man projizierte die Bilder als Dia auf eine Leinwand. Beides setzte natürlich voraus, dass der Betrachter vor Ort war, was den Kreis der Bewunderer naturgemäß doch stark eingrenzte.

Digitalfotografie ermöglicht größeres Publikum

Girl mit Smartphone iPhone | Fotografieren Webseite Fotoblog

Nun, diese Zeiten sind vorbei! Was natürlich auch daran liegt, dass eigentlich so gut wie niemand mehr analoge Kameras nutzt, geschweige denn Papier- und Diapositivabzüge anfertigt. Hier hat die Digitalfotografie mit all ihren Möglichkeiten bekanntermaßen gewonnen. Und dank der Digitalfotografie und des Internets kann man seine Bilder, sofern man das möchte, auch sehr einfach einem deutlich größeren Publikum verfügbar machen. Vorausgesetzt, man weiß wo und wie!

Nun gibt es grundsätzlich zwei Arten, wie man seine Bilder im Netz präsentieren kann. Die eine ist, dass man auf eine der bekannten Fotoplattformen setzt. Oder aber, was die zweite Möglichkeit ist, man erstellt eine eigene Webseite oder einen Fotoblog für seine Bilder.

Plattform oder eigene Webseite?

Fotoplattformen

Viele scheuen hierbei den vermeintlichen Aufwand, der für die Erstellung einer eigenen Fotowebseite notwendig wäre und veröffentlichen von daher ihre Bilder lieber über eine der bekannten Fotoplattformen. Einfach die Bilder auf Flickrr, Pinterest und Co hochladen und fertig. Das mag schnell und einfach gehen, aber man läuft hier auch Gefahr, dass man in der Masse der Bilder hier untergeht und kaum Beachtung findet. Davon mal abgesehen, dass eine individuelle Präsentation der Fotos eigentlich kaum möglich ist.

Die eigene Fotowebseite

Wesentlich individueller und mitunter auch beeindruckender wird das Ganze, wenn man auf eine eigene Webseite setzt. Das mag auf den ersten Blick mit etwas Aufwand verbunden sein. Und dennoch muss man bei dieser Lösung nicht befürchten, dass man erstmal großartig HTML und PHP lernen muss. Denn dank unterschiedlicher Homepage Baukästen und Content Management Systemen, kommt man eigentlich sehr einfach zu einer eigenen Foto-Webseite, deren Individualität eigentlich nur von der eigenen Kreativität abhängt. Und da die meisten (Hobby)-Fotografen, und davon gehe ich einfach mal aus, zu den kreativen Menschen gehören, dürfte das ja kein Problem sein.

Per Homepage Baukasten

Am schnellsten kann man eine Website erstellen und  kommt somit zu einem Ergebnis, wenn man auf einen Homepage Baukasten wie Wix.de setzt. Hier hat es beispielsweise den Vorteil, dass Wix eine ganze Reihe Templates (Vorlagen) vorhält, die speziell auf die Erstellung eines Fotoblogs bzw eine Fotowebseite abgestimmt sind. Hinzu kommt, dass sich diese Templates mittels eines Editors sehr einfach an den eigenen Geschmack und die Ansprüche, die man an seine Seite stellt, anpassen kann. Dank des Editors können die machbaren Template Anpassung hier durchaus sehr umfangreich ausfallen und betreffen bei weiten nicht nur reine Farbanpassungen. Vielmehr können hier durchaus auch grundlegende Änderungen am Layout vorgenommen werden und es können problemlos weitere Funktionen (Social Media Buttons, Sidebar Widgets usw) hinzugefügt werden. Das alles funktioniert ganz einfach per Drag&Drop.

Um seine Bilder auf einer mit Wix erstellten Seite besonders gut in Szene zu setzen, empfiehlt sich der Einsatz der sogenanneten Wix Pro Gallery. Mit dieser kann man einer Fotogallerie einen wirklich professionellen Touch verleihen. Dazu ist es zum Beispiel möglich aus verschiedene Layouts für die Bildübersicht zu wählen. Dies fängt bei einem einfachen Grid an und geht bis zu einer sogenannten Mosaic Darstellungen. Die Darstellung ist hierbei responsive. Das heisst, es kommt auch dann nicht zu Darstellungsfehlern, wenn die Gallery auf einem mobilen Gerät betrachtet wird. Und was sicherlich viele Fotografen besonders interessieren dürfte: Die Pro Gallery bietet Funktionen, die einen gewissen Schutz vor ungewollten Downloads der Bilder bieten.

Es lässt sich also zusammenfassend sagen: Das Ergebnis, also das Aussehen der neuen Fotowebseite, hängt hier nicht von irgendwelchen Programmierkenntnissen ab, sondern lediglich von der eigenen Kreativität. Und somit lassen sich Fotos auf die Art durchaus sehr individuell im Web präsentieren.

Selbst gehostete Webseite

Mit deutlich mehr Aufwand verbunden ist es, möchte man seine Fotoseite selbst hosten. Dies setzt zum einen die Beschaffung eines Webspace voraus und entweder gewisse HTML Kenntnisse oder den Einsatz eines Content Management Systems wie WordPress vorraus. In der Regel dürfte in diesem Fall WordPress das Mittel der Wahl sein. Zwar gestaltet sich die Installation von WordPress sehr einfach, aber dennoch sind hier zumindest gewisse technische Grundfertigkeiten notwendig. Dies gilt hier durchaus auch für die spätere Administration der Seite. Allerdings hält sich das notwendige Know How durchaus in Grenzen und das Ganze ist auch für Laien machbar.

Komplizierter wird es, wenn es um individuelle Designanpassungen geht. Zwar werden für WordPress unzählige Templates angeboten, so dass hier ganz sicher allein deswegen schon für fast jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Aber wenn es darum geht ein gewähltes Template den eigenen Wünschen anzupassen, sind gewisse CSS, HTML und WordPress Kenntnisse notwendig. Andernfalls ist man auf die Anpassungsmöglichkeiten beschränkt, welche das gewählte Template selbst bietet. Und welche Möglichkeiten es bietet, hängt vom Template Programmierer ab.

Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.