Kinox, die Kinox App und legale Alternativen

Das Unrechtsbewusstsein scheint in Deutschland nicht sonderlich ausgeprägt zu sein. Zumindest nicht in Hinblick auf das Ansehen von urheberrechtlich geschützten Filmen über fragwürdige Quellen. Anders ist nicht zu erklären, dass die Seite Kinox zu den meistbesuchten Webseiten Deutschlands gehört und viele sich sogar eine Kinox App aus fragwürdigen Quellen installieren. Und das obwohl Nutzer, die sich über diese Seite Filme ansehen, sich zumindest in einer rechtlichen Grauzone bewegen.

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Was ist Kinox eigentlich?

Kinox.to ist im Grunde die Nachfolgeseite von kino.to, welche 2011 geschlossen wurde. Da mit deartigen Seiten offensichtlich viel Geld zu machen ist, machte recht schnell kinox auf. Die Nutzer störte die Schließung von Kino.to scheinbar wenig und schwenkten einfach auf kinox.to um. Und genauso wie über kino.to lassen sich auch über kinox.to teilweise sehr, sehr aktuelle Filme erreichen. In der Regel ist davon auszugehen, dass es sich hierbei nicht um legale Filme handelt. Wie der entsprechende Wikipedia Eintrag zeigt, ähnelt die gesamte Kinox Geschicht fast schon einem regelrechten Krimi.

Warum wird Kinox nicht einfach gesperrt?

Die Frage ist dann allerdings, warum kinox.to nicht einfach gesperrt wird? Das Problem hierbei ist ganz einfach, dass kinox.to (und auch andere ähnliche Portale) die Filme zum streamen nicht selbst bereitstellt, sondern lediglich per Link auf entsprechende Hosts verweist. Und diese liegen dann in aller Regel im Ausland und sind somit schwer greifbar. Da Seiten, wie zum Beispiel Kinox, also nur auf Streaming Quellen verweisen, ist es rechtlich umstritten inwiefern solche Portale zur Verwantwortung gezogen werden können.

Gibt es eine Kinox App?

Die Frage, ob es eine Kinox App gibt, lässt sich in der Tat mit einem “Ja” beantworten. Offensichtlich scheint es auch hier einen Bedarf zu geben, Film auf das Smartphone oder Tablet zu streamen. Allerdings bewegt man sich auch per App in der gleichen rechtlichen Grauzone. Wer jetzt die Kinox App in einem der offiziellen Stores sucht, sucht allerdings vergeblich. Die Kinox App muss man auf einem Android Gerät per APK Datei von Hand installieren. Man begibt sich also mit der Installation und Nutzung der Kinox App also nicht nur in eine rechtliche Grauzone, sondern setzt sein Android Gerät und seine Daten einem gewissen Sicherheitsrisiko aus. Denn mit der Installation einer App (das gilt nicht nur für die Kinox App) aus einer nicht-offiziellen Quelle, besteht immer das Risiko, sich damit auch Schadcode einzufangen.

Und der Nutzer?

Als Nutzer von Portalen wie Kinox bewegt man sich übrigens in einer ziemlichen Grauzone. Zwar geben die enstprechenden Paragraphen her, dass man Streaming Angebote straffrei nutzen kann, da man hierbei ja nur “flüchtige” Daten herunterlädt und keine kompletten Filme. Im Gegensatz zu Filesharing verteilt man die Film Daten auch nicht selbst, was auf alle Fälle eine Strafe nach sich ziehen wird. Allerdings sind die entsprechenden Paragraphen durchaus schwaming formuliert und im Zweifel hätte hier ein Richter das letzte Wort. Allerdings dürfte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen: Filme, die gerade im Kino laufen, können ganz sicher nicht gleichzeitig legal auf irgendeinem Video on Demand Portal angeboten werden. Hier ist dann mit ziemlicher Sicherheit etwas faul.

Was sind die legalen Alternativen zu Kinox?

Natürlich gibt es auch legale Alternative zu Kinox to. Und die dürften mittlerweile den meisten sicher auch bekannt sein. Hierzu zählen vor allem Netflix, Amazon Prime Video, Maxdome und noch einige andere Streaming Video on Demand Anbieter. Diese kosten zwar allesamt Geld (meist ein monatlicher Betrag um die 10€), allerdings ist man als Nutzer bei solchen Diensten auf der sicheren Seite. Sowohl rechtlich, als auch aus qualitativen Gründen. Persönlich gefällt mir Netflix am besten, wohingegen ich mit Maxdome bislang nicht ganz so warm geworden bin. Was vor allem wohl an der Auswahl der angebotenen Filme und Serien liegt.

Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

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