Manchmal zählt wirklich der ideelle Wert

Aktuell kommt ein Film in die Kinos, der mal wieder wirklich mein Interesse geweckt hat. Und zwar Luc Bessons “Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten“. Allein die Trailer zu diesem Film sind beeindruckend. Zumindest optisch. Denn das was die Trailer zeigen ist schon bombastisch. Die gezeigten Fantasiewelten sind eine visuelle Wucht. Und ohne, dass ich den Film gesehen habe, gehe ich mal davon aus, der gesamte Film derartig wuchtig daherkommt.

Ob die Story hier auch mithalten kann, das wage ich allerdings zu bezweifeln. Denn wie in den meisten Filmen von Luc Besson dürfte hier mal wieder die visuelle Überwältigung im Vordergrund stehen. Eine packende und interessante Story zu erzählen, ist hier dann eher zweitrangig. Und wie sollte man sich als Zuschauer bei einer derartigen Bilderwucht denn auch noch auf eine Story konzentrieren?  Fans des Films “Das fünfte Element” kennen das! Ein wahnsinnig, bildgewaltiger Film (zu dieser Zeit). Aber die Story ist auch hier echt auf der Strecke geblieben und ist nahezu beliebig.

Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass “Das fünfte Element” eher in visuellen Kategorien für den Oscar nominiert war. Gewonnen hat der Film trotzdem allerdings leider keinen Oscar. Auch den Saturn Award, für den der Film ebenfalls nominiert war, gewann er nicht. Aber immerhin konnte er den BAFTA Award einstreichen.

Der tatsächliche Wert internationaler Filmpreise

Allerdings macht das auch eigentlich gar nichts. Denn der Oscar ist natürlich bei weitem nicht der wertvollste internationale Filmpreis. Das trifft zumindest, laut dieser Liste auf Vexcash, auf den reinen Materialwert zu. Dieser beträgt beim Oscar gerade einmal 275€. Damit zählt er zu den eher günstigen Filmpreisen. Böse Zungen könnten jetzt scherzhaft behaupten, dass es somit kein Wunder ist, dass der Oscar so massenweise “heraus gehauen” wird.

Vom Materialwert her dürfte man mit einer “Goldenen Palme” einen besseren Schnitt machen. Dieser Preis, welcher auf dem Festival de Cannes vergeben wird, hat in der Tat einen Wert von 25000€. Was das angeht lohnt er sich also wirklich.

Es kann allerdings auch noch billiger als ein Oscar sein. Der Negativpreis Goldene Himbeere hat einen Materialwert von lediglich 4,50€. Allerdings dürfte dieser geringe Wert eher nicht der Grund sein, warum die Goldene Himbeere so selten vom Preisträger in Empfang genommen wird. Tatsächlich haben bislang nur fünf Preisträger (Tom Green, Robert Conrad, Paul Verhoeven, Halle Berry und Sandra Bullock) die Goldene Himbeere auch wirklich abgeholt und somit einiges an Humor bewiesen.

Letztendlich zählt der nicht der materielle Wert

Aber um ehrlich zu sein. Ganz gleich ob Oscar, Goldene Palme oder gar die Goldene Himbeere. Als Preisträger dürfte einem der materielle Wert eines Filmpreises reichlich egal sein. Hier geht es um den ideellen Wert und die Ehre, die einem hierdurch zuteil wird. Und es ist auch zu erwarten, dass Luc Bessons “Valerian” auch wieder für einige Oscars und andere Filmpreise nominiert werden wird. Zumindest in den visuellen Kategorien.

Andreas Rabe

IT Spezialist, Blogger und Hesse. Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Wenn bereits der Ansatz falsch ist, so führt strenge Logik unweigerlich zum falschen Ergebnis. Nur Unlogik gibt Dir jetzt noch die Chance, wenigstens zufällig richtig zu liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.